Bericht vom offenen Imkertreff am 20.11.2017

Bericht von Carola

Der heutige Imkertreff begann mit einem Vortrag zum Thema Königinnenzucht von Frau Timm, der Zuchtobfrau des LV. Sie erklärte, dass die Zucht auf Auslese basiert im Gegensatz zur Weiselaufzucht. Für die Auslese werden verschiedene Kriterien herangezogen wie z.B. Sanftmut, Honigertrag, Wabenstetigkeit usw. und gewichtet zu einer Leistungsprüfung zusammengestellt.

Frau Timm ermunterte die Anwesenden Fragen zustellen und so entstand ein Dialog mit den Anwesenden, der gemischt mit dem Wissen und Erfahrungen von Frau Timm gefüllt wurde.

Zu An den Bienen wurde die Varroakontrolle und ggf. bevorstehende Winterbehandlung angesprochen und Fragen dazu beantwortet.

Organisatorisches und Informatives

Termine zum Vormerken

  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 04.12. um 19:30 Uhr in der Zitrone
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 15.01.2018 um 19:30 Uhr in der MosaikEtage.

Bericht vom offenen Imkertreff am 16.10.2017

Bericht von Carola

Zum ersten Thema Schul-Imkerei berichtete zuerst Caspar Schöning, wie er zu seiner Bienen-AG kam und beschrieb deren Entwicklung als Präsentation. Zum Schluss gab er als Fazit Tipps für Interessierte.

Anschließend berichtete Krisztina Fittkau über ihre Erfahrungen mit ihren Schul-Imkereien.

Die Bienenweideobfrau stellte die aktuellen Blühpflanzen wie z.B. Ringelblume, Kapuzinerkresse, Efeu und Fingerstrauch vor, benannte auch die Wertigkeiten und reichte dazu Anschaungsmaterial herum.

Zum zweiten Thema Wünsche/Ideen für den Imkertreff 2018 wurden in der Runde Themen gesammelt z.B. Parasiten und Krankheiten.

Zu An den Bienen wurde u.a. die Varroabehandlung mit MAQS angesprochen.

Organisatorisches

Bzgl. der Delegiertenversammlung am 24.11. wurden bzw. werden die Delegierten per email angeschrieben.

Termine zum Vormerken

  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 30.10. um 19:30 Uhr in der Zitrone
  • Am Samstag/Sonntag 4./5.11: “1. Berliner Bienensymposium” von Antje Schulz in der Mensa der Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin
  • Am Dienstag, den 07.11. um 19:00 Uhr Lesung von R.Menzel (Intelligenz der Bienen) beim Imkerverein Tempelhof
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 20.11. um 19:30 Uhr in der MosaikEtage. Vortrag Königinnenzucht von Gutrun Timm, Zuchtobfrau des Imkerverbands Berlin

Bericht vom offenen Imkertreff am 18.09.2017

Bericht von Carola

Das heutige Thema war die Honigvermarktung. In der Runde berichteten die Anwesenden über ihre Verkaufswege, um den eigenen Honig in Verkehr zu bringen. Dabei wurden unterschiedliche Strategien vorgetragen, die über die simple Vermarktung per Wochenmarkt hinausgehen. Parallel dazu konnte man die Etikettenparade an der Wand betrachten und nachdem die Runde von der Vorsitzenden erfahren hat, was alles auf einem Honigetikett stehen muss bzw. darf bzw.nicht darf, wurden einige Etiketten näher unter die Lupe genommen und besprochen bzw. diskutiert.

Organisatorisches

Für den Imkertag werden noch helfende Hände gesucht. Wer in einer oder mehreren Pausen bei der Ausgabe des Kuchens behilflich sein kann, melde sich bitte kurzfristig (bis spätestens Montag, den 25.09.) bei info@imkerverein-kreuzberg.de. Bitte gebt eine Telefonnummer an, die wir an den Kuchenkoordinator weiterleiten werden. Auch Kuchenspenden sind willkommen.

Termine zum Vormerken

  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 02.10. um 19:30 Uhr in der Zitrone
  • Sonntag, den 08.10. Berliner Imkertag (Flyer) (siehe auch Organisatorisches)
  • Freitag/Samstag 13./14.10: Gut imkern im Angepassten Brutraum, Wochenendkurs mit Jürgen Binder
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 16.10. um 19:30 Uhr in der MosaikEtage. Themen: Schul-Imkerei und Wünsche/Ideen für den Imkertreff 2018
  • Am Samstag/Sonntag 4./5.11: “1. Berliner Bienensymposium” von Antje Schulz in der Mensa der Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin

Bericht vom offenen Imkertreff am 17.07.2017

Bericht von Andreas

Obwohl Honigbienen Wachs produzieren, kaufen die meisten Imker Bienenwachs in Form von Mittelwänden. Aufgrund stark steigender Preise sowie aufgedeckter Skandale um gestrecktes Wachs, das den Bienen schadet, sind viele Imker inzwischen bestrebt, einen eigenen Wachskreis zu etablieren, indem Verdecklungswachs und altes Wabenwachs eingeschmolzen und aufbereitet wird – was kein trivialer Prozess ist und zum Schwerpunkt im Juli-Treff gewählt wurde.

Der erste Schritt der Wachsaufbereitung ist das Ausschmelzen von Altwaben bzw. Entdecklungswachs. Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines Dampfwachsschmelzer, zu dem ein Gerät als Anschauungsobjekt mitgebracht wurde. Über ein strombetriebenes Heizgerät wird Wasserdampf erzeugt und in den Schmelzraum geleitet, in dem die auszuschmelzenden Waben über einer Siebplatte hängen. Flüssiges Wachs und Kondenswasser gelangen grob gereinigt in einem darunter befindlichen Eimer. Als “Gehäuse” diente hierbei eine Segeberger Beute, deren Wände eine gute Wärme-Isolation darstellen, worauf das flüssige Wachs langsamer abkühlt, was die Trennung von Wachs, Wasser, Honigresten und sonstigen kleinen Schmutzteilchen begünstigt, da Wachs auf dem Wassser aufschwimmt bzw. sonstige Feststoffe langsam absinken.

Weitere Arten der Wachsschmelzung wurden besprochen:

  • Sonnenwachsschmelzer
  • Dampfentsafter
  • Verwendung sehr großer Töpfe/Bottiche mit ausreichend Wasser oder via Wasserbad

Neben dem Schmelzverfahren ist die Klärung/Filterung des geschmolzenen Waches eine Herausforderung: Nach einem Grobfilter wird ein Feinfilter benötigt, für den sich nach praktischer Erfahrung Feinstrumpfhosen oder Gartenvlies eignen.

Um aus gereinigtem Wachs neue Mittelwände zu gewinnen, wird zusätzlich eine Mittelwandgussform benötigt. Fertige Geräte sind recht teuer, weshalb Alternativen diskutiert wurden.

Aufgrund vieler Spezialgerätschaften und ggf. benötiger Räume ist ein vollständiger Wachskreislauf nicht für jeden Hobby-Imker realistisch. Es gibt daher auch Möglichkeiten, nur einzelne Schritte (z.B. nur das Einschmelzen) durchzuführen:
So kann Wachs im Imkereifachbedraf beim Kauf von Mittelwänden in Zahlung gegeben werden. Oder man überlässt Spezialisten die Aufbereitung der Mittelwände aus eigenem Wachs, z.B. den Ledder Werkstätten in Tecklenburg.

Die Aufbereitung von Seuchenwachs überschreitet die Möglichkeiten typischer Hobby-Imker, da das Wachs zum Abtöten von Sporen auf über 130°C erhitzt werden muss, was mit Wasserdampf nur unter hohem Druck möglich ist; auf keinen Fall darf hierbei einen Schnellkochtopf verwendet werden, denn dessen Überdruckventil kann durch das Wachs verstopfen.

Diskutiert wurden auch die sonstigen Gefahren der Wachsverarbeitung: Wachs kann sich bei Temperaturen entzünden, die mit einem Herd oder gar offenem Feuer problemlos erreicht werden, daher wird immer ein (zu überwachendes!) Wasserbad empfohlen.

Wie zu jedem Offenen Imkertreff brichtete die Bienenweideobfrau über die derzeit blühenden Pflanzen und deren Nutzen in Form von Pollen und Nektar für die Bienen:
Buchweizen, Lavendel, Sonnenblume, Sonnenhut, Sonnenauge, Stockrose, Weißklee, Steinklee, Malve, Clematis, Schneebeere, Bluweiderich, Nachtkerze, Sommerflieder, Wilder Wein und diverse Kräuter.
Zu Anschauung reichte sie einige der beschriebenen Pflanzen herum.

Zum Abschluss berichtete der Vorstand über Details der imklerglobalversicherung: Speziell im Schadensfall, sowohl bei der Tierhalterhaftung als auch im Rahmen der Sach- und Transportversicherrung, muss zwingend innerhalb von 3 Tagen der Vereinsvorstand informiert werden, der die Schadensmeldung an den Landesverband weiterleitet, welcher mit der Versicherung Kontakt aufnimmt.

Termine zum Vormerken

Der nächste Offene Imkertreff findet nach der Sommerpause am 18.09.2017 um 19:30 in der MosaikEtage in Oranienstraße 34 statt.

Der Vorstand bittet, ein Glas Honig als Spende mitzubringen, um unserem Gastgeber des Ausweichquartiers zu danken.