Standbesichtigungen am Montag, den 16. Juli

Liebe Imker_innen,

zum letzten Kreuzberger Imkertreff vor der Sommerpause unternehmen wir am Montag, den 16. Juli eine kleine Standbesichtigungs-Fahrradtour.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen!

Wir treffen uns pünktlich um 19:00 Uhrdas ist eine halbe Stunde früher als gewöhnlich!am U-Bahnhof Südstern.

Kommt bitte alle mit Fahrrädern.

Reiseleiter Dominik hat folgendes geplant:

Wir wollen folgende Stände besichtigen:

  • Ludwig – auf dem Lilienthalfriedhof
  • Bettine – Urbanstraße
  • Christine und Dominik -Dieffenbachstraße

Die Imkerinnen und Imker werden euch ihren Bienenstand und dessen Besonderheiten zeigen.

Anschließend ist ein heiterer Ausklang des Abends in der Zitrone vorgesehen.

Bericht vom offenen Imkertreff am 18.06.2018

Bericht von Helga

Zum letzten Mal trafen wir uns in unserem schönen Ausweichquartier bei Kotti e.V.. Ein ganzes Jahr lang genossen wir die Gastfreundschaft in der MosaikEtage und im Familiengarten, vielen herzlichen Dank dafür!

Das angekündigte Thema des Abends war die Weiselaufzucht. Unter Weiselaufzucht wird die gezielte Nachzucht einer größeren Zahl von Tochterköniginnen einer bestimmten (wie und wo auch immer begatteten) Mutter verstanden.

Wie sich herausstellte, wird im Kreis der Imkertreff-Besucher_innen jedoch kaum gezielte Weiselaufzucht betrieben. Den Schwerpunkt unseres Erfahrungsaustausches bildeten daher die “Einzelkinder”: Wer durch Ablegerbildung einzelne Königinnen nachzieht, hat verschiedene Möglichkeiten, die mütterliche Abstammungslinie zu steuern. Ausführlich berichtete Gertrud von ihrer erfolgreichen Langzeit-Familienplanung.

Wer Lust auf Experimente hat, kann auch mit einfachen Mitteln – und ganz ohne Umlarvseminar – eine größere Zahl von Tochterköniginnen einer bestimmten Mutter nachziehen. Helga berichtete von erfolgreichen Verpflanzungen natürlich entstandener Schwarm- und Nachschaffungszellen in fremde Brutwaben, Begattungskästen und Schlüpfkäfige.

Informationsquellen: Biotechnische Varroa-Bekämpfung

Sehr zu empfehlen: Die biotechnischen Methoden der Varroa-Bekämpfung werden informativ und anschaulich in den folgenden Flyern des Bieneninstituts Kirchhain dargestellt:

Termine

  • Freitag, 22. Juni, 15-20 Uhr: Tag der offenen Tür im renovierten Nachbarschaftshaus Urbanstraße
  • Sonntag, 01. Juli, 13-18 Uhr: „Tag der Offenen Imkerei“ des Imkervereins Reinickendorf
  • Montag, 02. Juli ab 19:30 Uhr: Nächster Imkerstammtisch in der Zitrone.
  • Montag, 16. Juli: Letzter Imkertreff vor der Sommerpause – Standbesuche
  • Zum Vormerken für Mitglieder: Samstag, 25. August: Sommerausflug des Imkervereins Kreuzberg nach Treuenbrietzen zu unserem Mitglied Philipp. (Für Mitglieder + Begleiter_innen; Einladung folgt per Mail)

Ab September findet der Kreuzberger Imkertreff wieder im Nachbarschaftshaus Urbanstraße statt.

Bericht vom offenen Imkertreff am 14.05.2018

Bericht von Helga

Schuppenflechte, Atemwegserkrankungen, Stoffwechselkrankheiten oder Rheuma – gibt es ein gesundheitliches Problem, das nicht mit Bienenprodukten zu therapieren wäre? Selbst in der Zahnheilkunde, bei Immunschwäche und in der Tumortherapie werden Bienenprodukte wirksam eingesetzt. Olaf Kleinert, Imker in Berlin-Mahlsdorf und Vorstandsmitglied des Deutschen Apitherapie Bundes (DAB e.V.), gab uns einen Einblick in die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten der Bienenprodukte Honig, Pollen, Perga (Bienenbrot), Propolis, Gelée Royale, Bienenwachs, Bienengift, Stockluft und das in unseren Breiten wenig bekannte Apilarnil.

Termine

  • Samstag, 26. Mai von 10:00 bis 18:00 Uhr: Tag der Offenen Tür im Bienenlehrgarten Wuhletal
  • Sonntag, 27. Mai um 20:00 Uhr: Vortrag von Lars Chittka: “Können Bienen denken?” beim Wissenschaftskolleg zu Berlin, Anmeldung erbeten.
  • Montag, 28. Mai ab 19:30 Uhr: Nächster Imkerstammtisch in der Zitrone.
  • Sonntag, 03. Juni: Belegstanderöffnung in Tegel
  • Dienstag, 05. Juni, 19:00 Uhr: Vortrag von Jens Radtke (LIB) “Bienenvölker erfolgreich gegen Varroa schützen” beim Imkerverein Tempelhof, Freizeitstätte Sorgenfrei, Markgrafenstraße 10, 12105 Berlin
  • Für Mitglieder: Samstag, 09. Juni um 14:00 Uhr: Wachsgewinnung und Mittelwand-Gießen, Praxistermin in Lisas Garten (Einladung folgt per Mail)
  • Montag, 18. Juni um 19:30 Uhr: Nächster offener Imkertreff in der MosaikEtage. Thema: Weiselaufzucht.
  • Zum Vormerken für Mitglieder: Samstag, 25. August: Sommerausflug des Imkervereins Kreuzberg nach Treuenbrietzen zu unserem Mitglied Philipp. (Für Mitglieder + Begleiter_innen; Einladung folgt per Mail)

Bericht vom offenen Imkertreff am 16.04.2018

Bericht von Ingrid

Was für erfahrene Imker wie ein alter Hut daher kommt, ist für die Bienen der neuen Imker*innen schlichtweg überlebensnotwendig: ein Jahreskonzept zur Varroabekämpfung. Sie beginnt in der Regel mit einer Erstdiagnose im Frühjahr zum Sachstand und mit der Klärung, ob ggf. eine Notmaßnahme erforderlich ist. Im Laufe des Jahres können verschiedene Methoden benutzt werden, um festzustellen, wieviel Varroa sich in einem Volk befindet. Eine ganz besondere ist die “Puderzuckermethode” (Infoblatt und Film vom Bieneninstitut Kirchhain). Ziel des Jahreskonzeptes ist es, die Varroenentwicklung durch gezielte und strategische Maßnahmen zu bremsen. Z.B. durch Schröpfen, Jungvolkbildung, Drohnenbrutentnahme oder vollständige Brutentnahme – sonst verdoppeln sich die Varroen alle 3 Wochen. Insgesamt ist festzustellen, dass die “Durchseuchung” mit Viren durch Varroa in den letzten Jahren in Deutschland kontinuierlich zugenommen hat. D.h. ohne die systematische Bekämpfung ist imkern heute nicht mehr möglich.

Informationsquellen zum Varroa-Jahreskonzept:

Bei Varroa-Literatur immer auf das Erscheinungsjahr achten! Die Schadschwellen sind heute wesentlich niedriger anzusetzen als noch vor 10 Jahren. Auch wurden in den letzten Jahren vermehrt biotechnische Verfahren erprobt und empfohlen. Zudem gibt es neue Medikamentenzulassungen.

Aktueller Online-Kurs: Die Varroamilbe und ihre Behandlung

Relativ aktuelle Varroa-Informationen gibt es von folgenden Bieneninstituten:

Buchtipp:
Friedrich Pohl
Varroose erkennen und erfolgreich bekämpfen
Kosmos, 2008(!), ISBN 978-3440112335
Abgesehen von den nicht mehr zeitgemäßen Schadschwellen immer noch ein gutes Grundlagenbuch

Broschüre:
Varroa unter Kontrolle, 2. Auflage von 2007(!)
Abgesehen von den nicht mehr zeitgemäßen Schadschwellen immer noch eine gute Einführung

Eine weitere lebensbedrohliche Bienenkrankheit ist Nosema d.h. Durchfall. Er kommt insbesondere nach langen, kalten Wintern vor.

Aber auch die Amerikanische Faulbrut ist eine hochgefährliche, da sehr ansteckende Krankheit. Deshalb bietet der Kreuzberger Imkerverein für alle Mitglieder den kostenlosen Test von einer Probe beim Bieneninstitut in Hohen Neuendorf an. Die Mitglieder werden darüber gesondert informiert.

Termine

  • Montag, 07. Mai ab 19:30 Uhr: Nächster Imkerstammtisch in der Zitrone.
  • Montag, 14. Mai um 19:30 Uhr: Nächster offener Imkertreff in der MosaikEtage. Thema: Apitherapie. Vortrag von Olaf Kleinert
  • Sonntag, 20. Mai: Weltbienentag der Vereinten Nationen
  • Samstag, 26. Mai von 10:00 bis 18:00 Uhr: Tag der Offenen Tür im Bienenlehrgarten Wuhletal

Termine zum Vormerken für Mitglieder

  • Samstag, 09. Juni um 14:00 Uhr: Wachsgewinnung und Mittelwand-Gießen in Lisas Garten. Die Mitglieder werden darüber gesondert informiert.
  • Samstag, 25. August: Sommerausflug des Imkervereins Kreuzberg nach Treuenbrietzen zu unserem Mitglied Philipp. Die Mitglieder werden darüber gesondert informiert.

Bericht vom offenen Imkertreff am 19.03.2018

Bericht von Ingrid

Wie viele Bienen überfliegen pro Sekunde einen Gartenzaun?

Nein, diese Frage ist kein Aprilscherz. Sie war Teil einer Rechnung, um bei einem Nachbarschaftsstreit beurteilen zu können, ob Bienen eine Störung sind oder nicht.

Beim gutbesuchten Imkertreff am 19. März trug der Jurist und Rechtsobmann des Imkerverbands Berlin, Christoph Paul viel Wissenswertes zum Thema „Gute Nachbarschaft + Imkerei“ vor. Die wichtigste Empfehlung vorweg: es erst gar nicht zum Streit kommen zu lassen. Auf die Nachbar*innen mit einem Glas Honig zugehen, in direkten Kontakt kommen und in Ruhe über die geplante Bienenhaltung informieren.

Ein paar weitere Highlights: Auf eigenen Grund und Boden kann man so viele Bienen halten, wie man will. Es sei denn, die Nachbarn fühlen sich gestört. Dabei hat sich das Verständnis, was eine Störung ist, in den letzten Jahren zu Gunsten der Imker*innen geändert. Die Störung muss geduldet werden, wenn sie „üblich“ ist. Da früher Bienenvölker aggressiver waren, lag die Toleranzgrenze deutlich niedriger als heute. Bis zu 8 Bienenvölker sind im Rahmen der allgemeinen Nachbarschaftsduldung möglich, wenn keine „erhebliche Störung“ von den Bienen ausgeht. Ab einer gewissen Flugdichte, können Bienen allerdings zu einem Problem werden. Dann muss gezählt werden, wie viele Bienen pro Sekunde einen Gartenzaun überfliegen (!) – dies ist keine leichte Übung.

Der Hinweis auf eine mögliche Bienengift Allergie, ist auch kein Argument, das dafür genutzt werden kann, dass der Nachbar auf dem eigenen Grundstück keine Bienen hält. Es könnte auch eine Wespengiftallergie sein. Bienenstiche gehören juristisch zum „allgemeinen Lebensrisiko“.

Wer zur Miete wohnt, hat es deutlich schwerer. Der Vermieter muss keine Zustimmung zur Bienenhaltung geben. D.h. auf der Terrasse, im Hof oder auf einem Pachtgelände, kann die Haltung vom Vermieter ohne Grund verweigert werden, da Bienen sogenannte „nichtsteuerbare“ Tiere sind. Verweigert der Vermieter die Zustimmung und man hält trotzdem Bienen, kann es zu einer rechtsgültigen Kündigung des Mietverhältnisses kommen.

Bienenschwärme sind in der Regel kein juristisches Problem. Es gibt in Berlin kein Urteil zu Schwärmen. Der Schwarm kann verfolgt werden und man darf dazu fremden Grund und Boden betreten. Hier gilt: BGB §962.Geht dabei etwas kaputt, ist man selbstverständlich verpflichtet, den Schaden zu beheben.

Bei Rechtsstreitigkeiten rund um die Bienenhaltung gibt es die Möglichkeit, sich an den Rechtsobmann des Berliner Imkerverbandes zu wenden. Kontaktdaten können über den Landesverband gefunden werden.

Sonstiges

Unsere Liste der Schwarmfänger_innen wird für 2018 aktualisiert. Vereinsmitglieder, die mit ihrem Namen und ihrer Telefonnummer als Schwarmfänger_innen auf unserer Webseite und in der Liste des Landesverbands geführt werden möchten, melden sich bitte bis Mitte April bei info@imkerverein-kreuzberg.de.

Drei Imker_innen unseres Vereins beteiligen sich am Sonntag, den 29. April als Gesprächspartner_innen in der Zeitbibliothek in der Amerika-Gedenkbibliothek (AGB). In der Zeitbibliothek kann man sich Zeit für ein Gespräch mit einem Menschen “ausleihen”.

Termine

  • Samstag, 07. April 2018, 6. Oberlausitzer Bienenfachtag, 25€ Teilnahmegebühr
  • Montag, 09. April ab 19:30 Uhr: Nächster Imkerstammtisch in der Zitrone.
  • Montag, 16. April um 19:30 Uhr: Nächster offener Imkertreff in der MosaikEtage. Thema: Varroa-Jahreskonzept