Bericht vom offenen Imkertreff am 18.09.2017

Bericht von Carola

Das heutige Thema war die Honigvermarktung. In der Runde berichteten die Anwesenden über ihre Verkaufswege, um den eigenen Honig in Verkehr zu bringen. Dabei wurden unterschiedliche Strategien vorgetragen, die über die simple Vermarktung per Wochenmarkt hinausgehen. Parallel dazu konnte man die Etikettenparade an der Wand betrachten und nachdem die Runde von der Vorsitzenden erfahren hat, was alles auf einem Honigetikett stehen muss bzw. darf bzw.nicht darf, wurden einige Etiketten näher unter die Lupe genommen und besprochen bzw. diskutiert.

Organisatorisches

Für den Imkertag werden noch helfende Hände gesucht. Wer in einer oder mehreren Pausen bei der Ausgabe des Kuchens behilflich sein kann, melde sich bitte kurzfristig (bis spätestens Montag, den 25.09.) bei info@imkerverein-kreuzberg.de. Bitte gebt eine Telefonnummer an, die wir an den Kuchenkoordinator weiterleiten werden. Auch Kuchenspenden sind willkommen.

Termine zum Vormerken

  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 02.10. um 19:30 Uhr in der Zitrone
  • Sonntag, den 08.10. Berliner Imkertag (Flyer) (siehe auch Organisatorisches)
  • Freitag/Samstag 13./14.10: Gut imkern im Angepassten Brutraum, Wochenendkurs mit Jürgen Binder
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 16.10. um 19:30 Uhr in der MosaikEtage. Themen: Schul-Imkerei und Wünsche/Ideen für den Imkertreff 2018
  • Am Samstag/Sonntag 4./5.11: “1. Berliner Bienensymposium” von Antje Schulz in der Mensa der Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin

Bericht vom offenen Imkertreff am 17.07.2017

Bericht von Andreas

Obwohl Honigbienen Wachs produzieren, kaufen die meisten Imker Bienenwachs in Form von Mittelwänden. Aufgrund stark steigender Preise sowie aufgedeckter Skandale um gestrecktes Wachs, das den Bienen schadet, sind viele Imker inzwischen bestrebt, einen eigenen Wachskreis zu etablieren, indem Verdecklungswachs und altes Wabenwachs eingeschmolzen und aufbereitet wird – was kein trivialer Prozess ist und zum Schwerpunkt im Juli-Treff gewählt wurde.

Der erste Schritt der Wachsaufbereitung ist das Ausschmelzen von Altwaben bzw. Entdecklungswachs. Eine Möglichkeit ist die Verwendung eines Dampfwachsschmelzer, zu dem ein Gerät als Anschauungsobjekt mitgebracht wurde. Über ein strombetriebenes Heizgerät wird Wasserdampf erzeugt und in den Schmelzraum geleitet, in dem die auszuschmelzenden Waben über einer Siebplatte hängen. Flüssiges Wachs und Kondenswasser gelangen grob gereinigt in einem darunter befindlichen Eimer. Als “Gehäuse” diente hierbei eine Segeberger Beute, deren Wände eine gute Wärme-Isolation darstellen, worauf das flüssige Wachs langsamer abkühlt, was die Trennung von Wachs, Wasser, Honigresten und sonstigen kleinen Schmutzteilchen begünstigt, da Wachs auf dem Wassser aufschwimmt bzw. sonstige Feststoffe langsam absinken.

Weitere Arten der Wachsschmelzung wurden besprochen:

  • Sonnenwachsschmelzer
  • Dampfentsafter
  • Verwendung sehr großer Töpfe/Bottiche mit ausreichend Wasser oder via Wasserbad

Neben dem Schmelzverfahren ist die Klärung/Filterung des geschmolzenen Waches eine Herausforderung: Nach einem Grobfilter wird ein Feinfilter benötigt, für den sich nach praktischer Erfahrung Feinstrumpfhosen oder Gartenvlies eignen.

Um aus gereinigtem Wachs neue Mittelwände zu gewinnen, wird zusätzlich eine Mittelwandgussform benötigt. Fertige Geräte sind recht teuer, weshalb Alternativen diskutiert wurden.

Aufgrund vieler Spezialgerätschaften und ggf. benötiger Räume ist ein vollständiger Wachskreislauf nicht für jeden Hobby-Imker realistisch. Es gibt daher auch Möglichkeiten, nur einzelne Schritte (z.B. nur das Einschmelzen) durchzuführen:
So kann Wachs im Imkereifachbedraf beim Kauf von Mittelwänden in Zahlung gegeben werden. Oder man überlässt Spezialisten die Aufbereitung der Mittelwände aus eigenem Wachs, z.B. den Ledder Werkstätten in Tecklenburg.

Die Aufbereitung von Seuchenwachs überschreitet die Möglichkeiten typischer Hobby-Imker, da das Wachs zum Abtöten von Sporen auf über 130°C erhitzt werden muss, was mit Wasserdampf nur unter hohem Druck möglich ist; auf keinen Fall darf hierbei einen Schnellkochtopf verwendet werden, denn dessen Überdruckventil kann durch das Wachs verstopfen.

Diskutiert wurden auch die sonstigen Gefahren der Wachsverarbeitung: Wachs kann sich bei Temperaturen entzünden, die mit einem Herd oder gar offenem Feuer problemlos erreicht werden, daher wird immer ein (zu überwachendes!) Wasserbad empfohlen.

Wie zu jedem Offenen Imkertreff brichtete die Bienenweideobfrau über die derzeit blühenden Pflanzen und deren Nutzen in Form von Pollen und Nektar für die Bienen:
Buchweizen, Lavendel, Sonnenblume, Sonnenhut, Sonnenauge, Stockrose, Weißklee, Steinklee, Malve, Clematis, Schneebeere, Bluweiderich, Nachtkerze, Sommerflieder, Wilder Wein und diverse Kräuter.
Zu Anschauung reichte sie einige der beschriebenen Pflanzen herum.

Zum Abschluss berichtete der Vorstand über Details der imklerglobalversicherung: Speziell im Schadensfall, sowohl bei der Tierhalterhaftung als auch im Rahmen der Sach- und Transportversicherrung, muss zwingend innerhalb von 3 Tagen der Vereinsvorstand informiert werden, der die Schadensmeldung an den Landesverband weiterleitet, welcher mit der Versicherung Kontakt aufnimmt.

Termine zum Vormerken

Der nächste Offene Imkertreff findet nach der Sommerpause am 18.09.2017 um 19:30 in der MosaikEtage in Oranienstraße 34 statt.

Der Vorstand bittet, ein Glas Honig als Spende mitzubringen, um unserem Gastgeber des Ausweichquartiers zu danken.

Bericht vom offenen Imkertreff am 15.05.2017

Bericht von Carola

Das heutige Thema war Völkervermehrung / Völkerteilung. Dazu wurden zwei sehr unterschiedliche Methoden vorgestellt, die eine behandelte die Sammelbrutablegerbildung, die man am selben Standort machen kann und aus der klassischen Imkerei kommt. Sie wird auch als sanftes Schröpfen bezeichnet. Die andere ist ein als Schwarmvorwegnahme nach Mellifera bezeichnetes Verfahren aus der wesensgemäßen Imkerei. Dabei wird die Stimmung der Schwarmbienen genutzt. Über viele weitere Verfahren der Völkerteilung wie Flugling, Brutling, Kunstschwarm, Treibling u.a.m. können sich Interessierte beim Bieneninstitut Kirchhain und beim Fachzentrum Bienen der LWG Veitshöchheim informieren. Eine weniger bekannte Methode ist der Freiluftkunstschwarm nach Sklenar.

Zum Thema An den Bienen wurden diesmal Fragen insbesondere von Neuimkern gesammelt und im Anschluss in der Runde beantwortet.

Termine zum Vormerken

  • Dienstag, den 23. Mai um 18:00 Uhr: Buchpräsentation “Die Intelligenz der Bienen” mit Randolf Menzel und Matthias Eckoldt bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft (anscheinend aber ausgebucht)
  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 29.05. um 19:30 Uhr in der Zitrone. Der unmoderierte Imkerstammtisch dient dem informellen Austausch und findet monatlich, regelmäßig zwei Wochen nach dem Imkertreff statt.
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 19.06. um 19:30 Uhr im Nachbarschaftshaus Urbanstraße

Sonstige Termine

Bericht vom offenen Imkertreff am 24.04.2017

Bericht von Carola

Heute ging es los mit dem Thema An den Bienen und der Futterproblematik in diesem kalten und feuchten Frühjahr. Angesprochen wurde dabei, dass man evtl. füttern muss, wenn keine Reserven mehr im Volk sind. Auch die Infos der öffentlichen Stockwaagen in der Nähe können ein Anhaltspunkt sein. Helga nannte 3 ihr bekannte Berliner Stockwaagen:

Lisa erzählte, dass einige Völker schon Schwarmzellen haben. Die Bienen haben bei diesem Wetter sehr wenig zu tun und “langweilen” sich. Lisa betonte dabei, wie wichtig Schwarmverhinderung in der Stadt ist und nannte auch einige Methoden dazu. Raumgabe durch Erweiterung / Honigräume wird in der Imkerschaft ebenfalls als eine Schwarmverzögerung angesehen aber kontrovers diskutiert, ergänzte Helga.

Zur Varroaproblematik wurde das Drohnenbrutschneiden genannt und die Frage in die Runde gestellt, was man dann mit der ausgeschnittenen Drohnenbrut machen kann. Vom Kompostieren (evtl. problematisch wegen Ratten), Hühnerfutter, Futterspende für Igel- bzw. Vogelaufzuchtstationen über Angelköder wurde von Helga das neue Bienenkochbuch vorgestellt, das Kochrezepte u.a. mit Drohnenbrut enthält. Es fanden sich einige Interessierte in der Runde, die bei dem von Helga und Lisa vorgestellten Kochprojekt mitmachen wollen. Gertrud bot dafür geeignete Räumlichkeiten an. Alle sind gespannt, was dabei herauskommt. (Zum Bienenkochbuch “beezza!” gibt es diese Seite).

Für die Varroakontrolle erklärte uns Helga die Puderzuckermethode. (Zur Varroa-Befallsmessung Puderzucker gibt es vom Bieneninstitut Kirchhain ein Infoblatt und einen Film.)

Über die aktuelle Bienenweide berichtete Tina und reichte dabei Pflanzen bzw. Pflanzenteile herum, die sie vorher erklärte. Mit dem Huflattich (P3N2), der bereits im Februar/März blühte, wurde anhand des Blattes der Unterschied zum Löwenzahn erklärt, da sich die Blüten der beiden Pflanzen ähneln. Der Löwenzahn (P4N3) blüht aktuell. Mit Zierquitte (P3N2), Schnee- (Kap-)heide, Traubenkirsche und Lärchensporn seien hier nur einige aufgezählt, denn es waren über 10 Pflanzen von Tina erklärt worden.

Gertrud und Benedikt stellten ein Begrünungsprojekt vor, das umgesetzt werden kann, wenn die Förderung vom Bezirk über den Imkerverein dafür bewilligt wird. Es geht um die Bepflanzung des “Kotti-Kreisels” mit bienenfreundlichen Pflanzen. U.a. ist ein Bienenbaum dabei.

Zum Schluss wurde eine Raumänderung für den offenen Imkertreff angekündigt, da im Nachbarschaftshaus von Juli bis Dezember Baumaßnahmen stattfinden werden. Ersatzräumlichkeiten werden auf der Webseite, über die Mailingliste und per Email an die Vereinsmitglieder bekannt gegeben, sobald sie feststehen.

Dann wurden noch die mitgebrachten Faulbrutproben eingesammelt, die Benedikt zum LIB nach Hohen Neuendorf bringen wird.

Genannt wurde noch, dass in der Buchhandlung Leseglück Auszubildende einen – um Honig von Gertrud erweiterten – Büchertisch zum Thema Bienen präsentieren.

Termine zum Vormerken

  • Dienstag 02. Mai 19:00 Uhr: Vortrag von Frau Lichtenberg-Kraag über Pollen beim IV Tempelhof
  • Freitag 05. Mai: 17:00 Uhr: Vortrag von Prof. Randolf Menzel über Wie Pestizide die Intelligenz von Bienen beeinflussen beim Imkerverein Königs Wusterhausen und Umgebung e.V.
  • Nächster Imkerstammtisch am Montag, den 08.05. um 19:30 Uhr in der Zitrone. Der unmoderierte Imkerstammtisch dient dem informellen Austausch und findet monatlich, regelmäßig zwei Wochen nach dem Imkertreff statt.
  • Freitag 12. Mai: Fachtagung “Stadt-Land-Biene” auf der IGA
  • Nächster offener Imkertreff am Montag, den 15.05. um 19:30 Uhr im Nachbarschaftshaus Urbanstraße. Thema: Völkerteilung