Alle Artikel von Helga

Zeichnungsfrist verlängert bis Mai 2019

Bitte unterstützt die Online-Petition „Kein amtstierärztlich verordnetes Abtöten von gesunden Bienenvölkern in Berlin“! Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 12. Februar 2019.

Update: Die Zeichnungsfrist wurde verlängert bis Mai 2019.

Die Petition ist inzwischen auch in den relevanten Kreisen und der Politik wahrgenommen worden, und es wird erste Gespräche zwischen dem Imkerverband und den Behörden geben. Hier könnt ihr die letzten Entwicklungen verfolgen.

Um ein starkes Zeichen zu setzen, bitten wir weiterhin um viele Unterschriften. Beteiligt euch und informiert euer Umfeld! Es gibt auch eine Offline-Unterschriftenliste, die heruntergeladen und ausgedruckt werden kann und sich zum Mitnehmen zu Vereinsabenden, Vorträgen, Stammtischen, Familientreffen, Kneipenabenden oder anderen Veranstaltungen eignet. Die unterzeichneten Listen können eingescannt und hochgeladen werden und zählen natürlich mit.

Bericht vom offenen Imkertreff am 21.01.2019

Bericht von Benedikt

Alte Nutzpflanzensorten

Frau Dr. Wanda Born vom Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN e.V.) eröffnete das neue Imkertreff-Jahr. In ihrem Vortrag wurde erklärt, welche Pflanzen als Alte Pflanzensorten gelten und warum der Erhalt alter Pflanzensorten wichtig ist. So wird nämlich Kulturgut und damit das Wissen über Anbau und Nutzung von Pflanzen bewahrt und vermittelt sowie der Erhalt eines vielfältigen Genpools gestärkt. Neben einer beachtlichen Form-, Farb-, Geschmacks- und Nutzungsvielfalt alter Nutzpflanzen, die wir so gar nicht mehr in den Supermarktregalen finden, spielt auch die Unabhängigkeit von großen Saatgutherstellern und deren Rechte und Patente eine große Rolle. Als Beispiel wurde der Champagner-Roggen erwähnt – eine Roggensorte, die zwar nicht schäumt aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Brandenburg angebaut wurde, in den 60er Jahren dann aber in Vergessenheit geriet, obwohl er hervorragend auf den armen brandenburgischen Sandböden gedeiht. Mittlerweile bauen einige Landwirte diesen anspruchslosen aber qualitativ sehr hochwertigen Roggen wieder an, nachdem der VERN diese aus den verstaubten Fächern einer Genbank wiederentdeckt hatte.

Außerdem gab es praktische Tipps für die Kleingärtnerin und den Kleingärtner: verschiedene alte und samenfeste Gurkensorten zum Beispiel sollten bestimmte Abstände zueinander haben, sonst kann es durch Kreuzungen untereinander bei der Ernte eine “Überraschung” geben. Das gleiche gilt auch bei Tomaten.

Buchvorstellung: Stachel und Staat

Das opulent bebilderte Werk von Michael Ohl hält laut unserer Bibliothekarin Gertrud, was der Untertitel verspricht: Eine leidenschaftliche Naturgeschichte von Bienen, Wespen und Ameisen.

Imker-App

Die vom Deutschen Imkerbund bereitgestellte Imker-App bietet neben einem Stockkartensystem auch Hilfestellung durch das ganze Bienenjahr, viele Informationen zur Bienengesundheit und vieles mehr.

Petition: Kein amtstierärztlich verordnetes Abtöten von gesunden Bienenvölkern in Berlin

Beteiligt euch und informiert euer Umfeld! Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 12. Februar 2019.

Termine

Bericht vom offenen Imkertreff am 19.11.2018

Bericht von Ingrid

Berlin: Hauptstadt der Wildbienen

Dank seiner vielen Brachflächen, ist Berlin immer noch das Gebiet mit den meisten Wildbienen Deutschlands. Von 580 Wildbienenarten können 290 in Berlin gefunden werden. Aufgrund der stetigen Abnahme der Brachflächen, wird damit gerechnet, dass auch die Anzahl der Wildbienen in den nächsten Jahren stark zurückgehen werden.

Bienenbeine unter dem Mikroskop

Ohne die besonders ausgestatteten Hinterbeine, könnte die Biene keinen Pollen sammeln. Mithilfe von Bürste, Kamm, Schieber, Körbchen entsteht das Pollenhöschen, das zusätzlich zum Nektar in den Stock geflogen wird. Beim Imkertreff haben wir uns dieses Wunderwerk unter dem Mikroskop näher angeschaut.

15 verschiedene Honigernten verkostet

Neben der Betrachtung der Bienenbeine haben wir unseren Gaumen geschult & verwöhnt und Honigproben von 15 verschiedenen Berliner Standorten verkostet.

Letzte Varroabehandlung im Jahr

Aufgrund des langen Herbstes haben viele Imker*innen lange gefüttert. Es gilt weiterhin das Gewicht zu kontrollieren und auf Varrao zu achten. Ab dem 2. Advent kann Behandlung mit Oxalsäure erfolgen. Bzw. ist angeraten, wenn mehr als ½ Milbe pro Tag fällt.

Sonstiges

Das neue Verpackungsgesetz gilt ab 1. Januar 2019. Es verpflichtet die “Erstinverkehrbringer” verpackter Waren zur Beteiligung an einem Recycling-System sowie zur Registrierung und regelmäßigen Meldung in einem Verpackungsregister.
Die Systembeteiligungspflicht gilt erfreulicherweise nicht für Imker_innen, die bis zu 30 Völker halten und keine Gewinne/Verluste in der Steuererklärung geltend machen. Ausführliche Erläuterungen dazu in der FAQ zum Thema “Kleinstinverkehrbringer” der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister.

Alle Vorträge bei der Fachtagung zur Berliner Bienenstrategie vom 14.11.2018 sind nun verfügbar (Folien, pdf).

Neuimker_innen-Betreuung 2019: Wer hilft mit? Meldet euch gerne, z.B. als Ansprechperson bei akuten Fragen … oder mit Besuchen am Bienenstand … oder als Pate oder Patin … oder …?

AFB: Ein neuer Sperrbezirk wurde in Pankow, Ortsteil Wilhelmsruh und angrenzend in Reinickendorf eingerichtet. Der Sperrbezirk in Wilmersdorf wurden aufgehoben. Der Sperrbezirk in Reinickendorf, Ortsteil Hermsdorf besteht weiter.

Bericht vom offenen Imkertreff am 15.10.2018

Bericht von Benedikt

Durchfall – Nosema und Ruhr

Bei der Nosema und der Ruhr handelt es sich um parasitäre Einzeller, die bei den Bienen zu einem angeschwollenen Hinterleib und zu Durchfall führen kann. Die Nosema ist erkennbar anhand bräunlicher Kotflecken „in Kette“, anders als bei der Ruhr, welche durch eher gelben Kot, der dazu noch übel riecht, zu erkennen ist.

Beide Erreger gelten als typische Faktorenkrankheiten und können in jedem Volk nachgewiesen werden. Zu einem Ausbruch der Erreger kommt es also nur, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: Hungerperioden, schlechtes Wetter, Kälteeinbruch im Frühjahr, zu ballaststoffreiches Winterfutter u.a. Problematisch wird es, wenn viel Kot innerhalb der Beute auffindbar ist, denn somit können sich die Sporen und Erreger millionenfach verbreiten.

Vorbeugen können die ImkerInnen den Ausbruch der Durchfall-Erreger durch das Geben ballaststoffarmen Futters, durch das Züchten gesunder und starker Völker und durch das Herstellen einer ungestörten Winterruhe.

Wünsche und Ideen für 2019

Anschließend wurden Wünsche und Ideen für die Imkertreffs im kommenden Jahr gesammelt. Weitere Ideen sind Willkommen und können dem Vorstand gerne jederzeit übermittelt werden.

Organisatorisches

Die Apothekenpflicht für Oxalsäure 5,7% wurde aufgehoben. Damit entfällt auch die Aufzeichnungspflicht nach THAMNV.

Im Rahmen der Senats-Maßnahme “Förderung von Projekten des Imkerverbandes Berlin e.V.” sollen Stockwaagen angeschafft und berlinweit aufgestellt werden. Die Daten sollen in koordinierter und vergleichbarer Form allen Mitgliedsvereinen des Imkerverbands Berlin zur Verfügung stehen. Auch unser Verein erhält eine Stockwaage.

Als Teil seiner Insektenschutz-Strategie “Mehr Respekt vor dem Insekt” hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern einen schönen Bienenweidekatalog veröffentlicht.

Termine