Alle Artikel von Helga

Bericht vom offenen Imkertreff am 15.04.2019

Bericht von Benedikt

Schwarmtrieb und Schwarmtrieblenkung

„Frühlingszeit ist Schwarmzeit“: einige Bienenvölker legen schon fleißig Weißelzellen an, sind die meisten unserer Völker mittlerweile durch den milden Winter doch schon ziemlich stark.

Dominik erklärte uns, um Schwärme erfolgreich lenken und vorbeugen zu können, muss zunächst verstanden werden, was den Schwarmtrieb der Bienen überhaupt beeinflusst und wie es zu diesem kommt. Die Imkerin und der Imker muss sein Bienenvolk kennen lernen, um im Falle eines Schwarms richtig handeln zu können. Abhängig davon, ob ein Schwarmtrieb vermindert oder eine bevorstehende Schwarmabsicht durchkreuzt werden soll, gibt es viele interessante Methoden und Möglichkeiten – und Anekdoten.

Grundsätzlich gilt aber: wer im dichten urbanen Raum imkert, sollte weder seine Nachbarn und Nachbarinnen noch die umliegenden Imkerinnen und Imker mit herren- und damenlosen Schwärmen überstrapazieren. So leidet die Akzeptanz für Stadtbienen in der Bevölkerung und Krankheiten werden verbreitet. Noch dazu kommt, dass Schwärme in der freien Umwelt kaum Überlebenschancen haben, da sich die Varroa gemütlich über die Bienen hermachen kann.

Amerikanische Faulbrut

Helga machte uns einmal mehr deutlich, dass die AFB alle treffen kann, auch und gerade gut gepflegte Bienenstände. Sie klärte uns über Einflussmöglichkeiten auf und legte uns die Früherkennung mittels Futterkranzproben ans Herz.

Ebenso wurde erklärt, wie eine Probe am Bienenvolk entnommen wird. Der Verein bezahlt allen Mitgliedern die Laborkosten einer Probe, die beim nächsten Treff beim Vorstand abgegeben wird. Das Länderinstitut für Bienenkunde hat ein Informationsblatt zur Probenentnahme erstellt.

Blühende Frühlingspflanzen

Die ersten Massentrachten beginnen langsam zu blühen: Raps und Obst stehen kurz vor der Explosion. Außerdem blühen in Kreuzberg u.a. Löwenzahn, Traubenhyazinthe, Mahonie und Stachelbeeren.

Termine

  • Montag, 29. April ab 19:30 Uhr: Nächster Imkerstammtisch in der Zitrone
  • Freitag, 17. Mai, 19:00 Uhr: Vortrag von Guido Eich “Völkerzahlmanagement” beim IV Reinickendorf
    → Anmeldung erforderlich
  • Sonntag, 19. Mai: (Nur für Mitglieder) Praxisseminar Königinnen-Nachzucht mit Philipp Simon
    → Anmeldung erforderlich
  • Montag, 20. Mai um 19:30 Uhr: Nächster offener Imkertreff im Nachbarschaftshaus Urbanstraße. Thema: Biotechnische Varroabekämpfung. Außerdem Futterkranzproben-Abgabe.

Bericht vom offenen Imkertreff am 18.03.2019

Bericht von Benedikt

Grünflächenmanagement in Kreuzberg

Frau Birgit Beyer vom Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg, Fachbereich Grünflächen, sprach mit uns über aktuelle Themen und Projekte des Grünflächenamtes. So erfuhren wir nicht nur, warum Linden und Haselsträucher – für die Bienen sehr wichtige Nektar- und Pollenlieferanten – nicht mehr so gerne gepflanzt würden. Wir diskutierten auch über die zukünftige öffentliche Grünplanung und -pflege in Zeiten von Flächenknappheit und Klimawandel. Außerdem stellte Frau Beyer aktuelle Projekte vor. Eines davon, der Bau des Wriezener Parks, sei vor allem für Wildbienen gedacht und werde momentan zusammen mit der Wildtierstiftung geplant.

Blühende Frühlingspflanzen

Die Saison der blühenden pollen- und nektarliefernden Pflanzen beginnt. Tina brachte wieder verschiedenes Anschauungsmaterial mit.

Was ist an den Bienen zu tun?

Die kritische Zeit ist noch nicht vorbei! Wiegen, wiegen, wiegen und ggfls. Füttern.

Dieses Jahr wird es wahrscheinlich zu einer starken Varroa-Belastung in unseren Völkern kommen, da der milde Winter die Königinnen seit Februar in die Brut gehen ließ und sich somit die Milbe bereits prächtig vermehren konnte.

Termine

Zeichnungsfrist verlängert bis Mai 2019

Bitte unterstützt die Online-Petition „Kein amtstierärztlich verordnetes Abtöten von gesunden Bienenvölkern in Berlin“! Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 12. Februar 2019.

Update: Die Zeichnungsfrist wurde verlängert bis Mai 2019.

Die Petition ist inzwischen auch in den relevanten Kreisen und der Politik wahrgenommen worden, und es wird erste Gespräche zwischen dem Imkerverband und den Behörden geben. Hier könnt ihr die letzten Entwicklungen verfolgen.

Um ein starkes Zeichen zu setzen, bitten wir weiterhin um viele Unterschriften. Beteiligt euch und informiert euer Umfeld! Es gibt auch eine Offline-Unterschriftenliste, die heruntergeladen und ausgedruckt werden kann und sich zum Mitnehmen zu Vereinsabenden, Vorträgen, Stammtischen, Familientreffen, Kneipenabenden oder anderen Veranstaltungen eignet. Die unterzeichneten Listen können eingescannt und hochgeladen werden und zählen natürlich mit.

Bericht vom offenen Imkertreff am 21.01.2019

Bericht von Benedikt

Alte Nutzpflanzensorten

Frau Dr. Wanda Born vom Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN e.V.) eröffnete das neue Imkertreff-Jahr. In ihrem Vortrag wurde erklärt, welche Pflanzen als Alte Pflanzensorten gelten und warum der Erhalt alter Pflanzensorten wichtig ist. So wird nämlich Kulturgut und damit das Wissen über Anbau und Nutzung von Pflanzen bewahrt und vermittelt sowie der Erhalt eines vielfältigen Genpools gestärkt. Neben einer beachtlichen Form-, Farb-, Geschmacks- und Nutzungsvielfalt alter Nutzpflanzen, die wir so gar nicht mehr in den Supermarktregalen finden, spielt auch die Unabhängigkeit von großen Saatgutherstellern und deren Rechte und Patente eine große Rolle. Als Beispiel wurde der Champagner-Roggen erwähnt – eine Roggensorte, die zwar nicht schäumt aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Brandenburg angebaut wurde, in den 60er Jahren dann aber in Vergessenheit geriet, obwohl er hervorragend auf den armen brandenburgischen Sandböden gedeiht. Mittlerweile bauen einige Landwirte diesen anspruchslosen aber qualitativ sehr hochwertigen Roggen wieder an, nachdem der VERN diese aus den verstaubten Fächern einer Genbank wiederentdeckt hatte.

Außerdem gab es praktische Tipps für die Kleingärtnerin und den Kleingärtner: verschiedene alte und samenfeste Gurkensorten zum Beispiel sollten bestimmte Abstände zueinander haben, sonst kann es durch Kreuzungen untereinander bei der Ernte eine “Überraschung” geben. Das gleiche gilt auch bei Tomaten.

Buchvorstellung: Stachel und Staat

Das opulent bebilderte Werk von Michael Ohl hält laut unserer Bibliothekarin Gertrud, was der Untertitel verspricht: Eine leidenschaftliche Naturgeschichte von Bienen, Wespen und Ameisen.

Imker-App

Die vom Deutschen Imkerbund bereitgestellte Imker-App bietet neben einem Stockkartensystem auch Hilfestellung durch das ganze Bienenjahr, viele Informationen zur Bienengesundheit und vieles mehr.

Petition: Kein amtstierärztlich verordnetes Abtöten von gesunden Bienenvölkern in Berlin

Beteiligt euch und informiert euer Umfeld! Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 12. Februar 2019.

Termine