Kategorie-Archiv: Betriebsweisen

Schwarmfang 2015

Die Schwarmsaison hat angefangen, und unsere Schwarmfänger*innen sind bereits einige Male ausgerückt, um prächtige Bienentrauben wieder einzufangen. Zumindest im Vergleich zum Super-Schwarmjahr 2014 fallen in diesem Jahr aber relativ wenig Schwärme. Zwar wurden die allerersten auch in diesem Jahr bereits Ende April gemeldet, insgesam sind es aber bis zum jetzigen Zeitpunkt deutlich weniger als im Vorjahr. Erst ab Mitte Mai wurden die Meldungen etwas häufiger. Meistens rufen Anwohner*innen an, deren Hinterhof auf einmal von 10.000 Bienen wimmelt. Noch während des Anrufes berichten sie dann, dass es plötzlich deutlich ruhiger wird und sich eine Traube von Bienen beispielsweise an einem Baum sammelt, so wie hier. Hat sich der Schwarm erst einmal niedergelassen, kann man ihn schnell übersehen, wie das folgende Bild verdeutlicht.

2015-05-23 11.22.34 Weiterlesen

Flow Hive in Kreuzberg

Montag abend war Graham Anderson zu Gast beim Imkertreff und hat einen der gerade viel beworbenen Flow Hives zur Anschauung mitgebracht. Die Idee hinter dem Flow Hive ist, in den Honigraum Plastikwaben zu hängen, die dann bequem von außen angezapft werden können. Dadurch soll man Honig ernten können, ohne den Bienenstock auch nur zu öffnen. In diesem Video stellen de Erfinder das System vor:

Weiterlesen

Besuch am Bienenstand: Die Warré-Beuten von Jonas

Kreuzbergs Imkerei ist so vielfältig wie seine Bevölkerung. Hier haben die verschiedensten Beutensysteme, Betriebsweisen und Philosophien ihren Platz. Eine der nicht so weit verbreiteten Art der Bienenhaltung konnten wir heute erleben. Auf Einladung von Jonas Hörning sind 12 Imkerinnen und Imker in die Kleingärten an der Lilienthalstraße gekommen, um einen tollen Bienenstand mit Warré-Beuten zu besichtigen.

Jonas-Warre-02

Jonas zeigt eine Warré-Beute, im Hintergrund ein Teil seines Bienenstandes.

Bei abwechslungsreichem Wetter zwischen Regen und Sonnenschein erläuterte Jonas seine Betriebsweise, zeigte selbstgebaute Beuten und beantwortete ausführlich die vielen Nachfragen von Warré-unkundigen Besuchern. Bei der Bienenhaltung nach Warré werden entweder nur Holzleisten oben in die Zargen gelegt, oder aber “halbe Rähmchen” eingehängt, bei denen die untere Hälfte fehlt. Die Zargen selbst sind etwa halb bis drei Viertel so groß wie eine Deutsch-Normal- oder eine Zander-Zarge. Dadurch wird bei Warré-Beuten in die Höhe erweitert, was zum Bau von sechs- bis siebenstöckigen Türmen führen kann.

Weiterlesen

Eiersuche im Bienenvolk

Nach einem sehr zeitig gekommenen Frühling sind die meisten Bienenvölker bereits früh in Brut gegangen und stehen jetzt prächtig da. So prächtig, dass vor Kurzem bereits die ersten Schwarmzellen in Berlin aufgetaucht sind! Von jetzt an ist damit zu rechnen, dass die Bienen Weiselzellen anlegen und die Königin diese auch bestiftet. Für diese Ostern steht also eine ganz besondere Art von Eiersuche an!

Ganz gleich welche Maßnahmen der in diesem Infoblatt beschrieben Methoden der Schwarmvorbeuge ihr trefft, ob ihr also bevorzugt Zellen ausbrecht, mit Fegling und Flugling arbeitet oder euch lieber der Schwarmvorwegnahme bedient, jetzt beginnt die Zeit der wöchentlichen Kontrollen der Bienenvölker. Es dauert 9 Tage von der bestifteten Schwarmzelle bis zu ihrer Verdeckelung, dem frühestmöglichen Zeitpunkt für einen Schwarm. In diesem Rhyhtmus müssen wir also mindestens nachschauen.

Wenn ihr mit Magazinbeuten imkert, brauchen die Völker genügend Möglichkeiten zu bauen und sollten rechtzeitig erweitert werden. Das dämpft den Schwarmtrieb. Außerdem ist es ratsam, starke Völker zu schröpfen und Brutwaben zur Ablegerbildung zu entnehmen. In der Bienenkiste wird der Honigraum freigegeben, ansonsten erfolgt die Schwarmkontrolle durch genaue Inspektion der Brutwaben und gegebenenfalls weitere Maßnahmen.